Online Video


Videos erobern immer mehr das Internet. Vom privaten Filmen, die mit dem Handy aufgenommen wurden bis hin zu hochqualitativen Beiträgen aus dem Werbe- und Informationsbereich reicht dabei inzwischen das Angebot. Der Boom hat dabei aber erst bekommen, jeden Tag tauchen tausende von neuen Online Video Clips im weltweiten Netz auf, Tendenz steigend. Nach aktuellen Studien finden diese Filme auch durchaus die Aufmerksamkeit der Internet-Nutzer. Allein in Deutschland sehen sich über die Hälfte der User regelmäßig Online Videos an.



 

Online Video durch Verbreitung des Internet

Das Internet hat die Mediennutzung und somit auch das Kommunikationsverhalten der Bevölkerung bereits elementar verändert, Gleiches gilt inzwischen auch für viele wirtschaftliche Unternehmen, die im Internet nicht nur neue, kostensparende Kommunikationswege gefunden haben, sondern auch versuchen verstärkt über dieses Medium potenzielle Kunden und Konsumenten anzusprechen. Mehr und mehr verbreitet sich dabei die Erkenntnis, dass der Einsatz von Online Video heute unumgänglich ist, wenn man im Internet Aufmerksamkeit gewinnen möchte.

 

Online Video für Unternehmen

Interessant ist der Einsatz von Online Video für Unternehmen aus deshalb, weil die Zahl der breitbandigen Internetanschlüsse in Deutschland in den letzten Jahren deutlich gestiegen ist und auch weiterhin zunimmt. Ein solch breitbandiger Anschluss, in der Regel ein DSL-Anschluss, ist nötig, um bei der Betrachtung von Filmen über das Internet den hohen abfallenden Datenfluss zu ermöglichen. Zum Ende des Jahres 2007 hatte so bereits jeder zweite Haushalt in Deutschland einen Breitband-Anschluss. Damit liegt die Bundesrepublik erstmals über dem europäischen Durchschnitt. In den letzten vier Jahren hat sich damit die Zahl der schnellen Zugänge in der Bundesrepublik Deutschland vervierfacht. Bis Ende 2008 wird mit einer Verbreitung von 58 Prozent gerechnet. Deutlich höher ist die Breitbandausstattung aber immer noch in einigen der nördlichen Nachbarländer. So haben die Niederlande eine Breitband-Abdeckung von 74 Prozent, in Dänemark sind es immer noch 70 Prozent. Weltweit wird bis zum Jahr 2013 mit mindestens eine Milliarde Menschen gerechnet die Online-Videos nutzen.

 

Online Video Angebote nehmen rapide zu

Die Art der Nutzung von Online Video Angeboten hat dabei immer noch einen überwiegend unterhaltenden Charakter. Musik, unterhaltsame Clips und private Videos sind die am meisten konsumierten Inhalte. Mit einem Nutzungsgrad von 80 Prozent liegen Video-Plattformen wie YouTube in der Beliebtheit der Internet-User deutlich vorne. Sehr gefragt sind mit einem Anteil von über vierzig Prozent die Internet-Auftritte der Zeitungen und Fernsehsender.

 

Online Video - vielfältige Einsatzbereiche

Der Einsatz von Filmen zur Darstellung von Unternehmen und Dienstleistungen auf den eigenen Seiten der Firmen ist mit einem Nutzungsgrad von etwa 25 Prozent noch relativ gering. Unternehmen der Wirtschaft und der Medien- und Kommunikationsbranche haben erkannt, dass die diesen Trend beachten und entsprechend reagieren müssen. Konkret bedeutet diese sich entwickelnde neue Art der Kommunikation, das auch diese Unternehmen sich darauf einstellen müssen künftig verstärkt im Bereich Online Video aktiv zu werden. Viele Medienunternehmen tun dies bereits und haben innerhalb ihres Internet-Auftrittes regelmäßige Video-Angebote eingebunden. Da die User Informationen ganz offensichtlich lieber in Form eines Video-Beitrages aufnehmen, werden diese Angebote auch sehr intensiv genutzt.

 

In Österreich zum Beispiel hat die Presseagentur Skills die sogenannten "Skills Video News" eingeführt. Bestehende Textnachrichten werden dabei für die entsprechenden Medien direkt in Video Beiträge umgesetzt und gerade kleineren Fernsehsendern oder Onlinemedien kostenlos zur Verfügung gestellt.

 

Online Video - Änderung der Kommunikationskultur

Das Internet an sich aber hier auch gerade der Bereich Online Video verändert die Alltags- und Kommunikationskultur, gerade in den modernen Industriestaaten immens. Die bewegten Bilder im Internet tragen wesentlich dazu bei gerade unter jüngeren Menschen, Bücher und Zeitungen als Informationsquelle abzulösen. Die Informationen selber werden dabei emotionaler, selektiver und subjektiver. Eine Entwicklung, die viele Soziologen und Pädagogen mit Sorge betrachten. Je mehr Video- und Filminhalte über das Internet verbreitet werden bedarf es aber auch einer ständigen Entwicklung und Überarbeitung der angewandten Techniken. So muss vor allem daran gearbeitet werden, die Belastung des Netzes, die durch die Online-Betrachtung von Videodaten entstehet, zu reduzieren.



 

Online Video - Künftige Entwicklungen

In diesem Sinne arbeiten viele Content-Netzwerke mit Hochdruck daran, ihre Inhalte so nah wie möglich am Nutzer zu platzieren, damit das Netz nicht zu stark belastet wird. Inzwischen geht es beim Thema Online Video aber nicht mehr nur noch um vereinzelte Angebote auf verschiedenen Internet-Seiten, vielmehr entstehen immer mehr reine Internet-Fernsehsender. Das Programm der sogenannten IPTV-Kanäle ist dabei in der Regel auf ein bestimmtes Publikum mit einem bestimmten Interessengebiet beschränkt. IPTV bezeichnet die Übermittlung von Fernsehen über das Internetprotokoll.

 

Online Video und verwandte Übertragungsmöglichkeiten

Damit geht es also um qualitative Übertragung von Unterhaltung und Diensten. Wesentlich ist die Abgrenzung von dem oftmals synonym verwendeten Internet-Fernsehen oder Web-TV, IPTV garantiert demnach eine definierte Dienstgüte (Quality of Service) in Form einer konstanten Bandbreite, während bei Internet-TV diese bei hohen Verkehrsaufkommen unterbrochen werden kann.

 

Online Video vs. Fernsehen

Während das Programm im konventionellen Fernsehen nach dem Gießkannenprinzip in die heimischen Wohnzimmer geschickt wird, hat sich im Internet die gezielte On-Demand-Verbreitung durchgesetzt. Internetstreaming erlaubt so eine genauere Zielgruppenansprache und auch das dynamische Nutzungsverhalten kann gezielter untersucht und in die Programmgestaltung einbezogen werden. Auf welche Art Online Video im Internet bereitgestellt werden soll, ist eine der grundsätzlichsten Fragen. Tonangebend sind hier seit Langem Systeme wie Macromedia Flash, Windows Streaming Media, Apples Quicktime oder Realmedia.

 

Online Video - Kosten

Wichtig, um die Betriebskosten im Griff zu behalten, ist die Technik des progressiven Streamings. Dadurch können Online Videos, genau wie andere Inhalte auch, auf Webserver abgelegt und über das http-Protokoll übertragen werden.

 

Dabei allerdings kann der Film nur linear geladen werden kann, ein gezielter Sprung in die Mitte oder an das Ende des Films durch den Nutzer ist dadurch erst möglich, wenn der komplette Clip zwischengespeichert wurde. Besonders bei längeren Filmen ist eine Streaming-Lösung deshalb auf jeden fall die komfortablere Methode.

 

Online Video Formate

Das Flash-Format hat sich für Online Video vor allem wegen der Flexibilität Plattform unabhängig zu arbeiten und mit der Unterstützung von progressiven Downloads zum Marktführer für den Einsatz für Online Video entwickelt. Kritisiert wird allerdings häufig die Verwendung des Sorensen Spark Codec und der damit verbundenen nicht sehr überzeugenden Bildqualität von Flash Filmen.

 

Online Video - Technische Voraussetzungen

Solange das angebotene Filmmaterial nur von einem relativ überschaubaren Kreis abgerufen wird, stellt die Encodierung im Grunde kein Problem dar. Geht es allerdings darum, verschiedene Online Filme in sehr kurzer Zeit an sehr viele Nutzer zu verteilen, wird das Ganze zur echten technischen Herausforderung. Momentan wird dabei vor allem auf Overlay-Netzwerke gesetzt, dabei wird, um die entsprechende Verfügbarkeit zu gewährleisten, auf lokal abrufbare Kopien der Inhalte zugegriffen. Ein besonders verbreitetes Programm zum Betrachten der Videos ist der VLC Media Player.

 

Online Video - Werbung als großer Einsatzbereich

Durch die zunehmende Verbreitung und Nutzung von Online Video wird das Internet auch für die Werbeindustrie immer interessanter. Im Gegensatz zur reinen Präsentation von Produkten über Bild und Text ermöglicht der Einsatz von Online Video ein ganzheitlicheres Erlebnis und eine effektivere Produktwahrnehmung. Mit der zunehmenden Verbreitung von Filmbeiträgen im Internet eröffnet sich die Frage, wie dieses am effektivsten im Online-Vertrieb eingesetzt werden kann. Im Gegensatz zur Werbung im Fernsehen lässt sich Werbung im Internet wesentlich besser zielgruppenorientiert platzieren. Auch ist es besser zu messen, wie die hoch die Anzahl der Aufrufe oder wie lange die Verweildauer genau ist. Somit können Interessen gezielter berücksichtigt werden. Davon abgesehen bietet das Internet in Verbindung mit Online Video weit vielfältigere Werbeformen als das konventionelle Fernsehen.